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Ab 1. März radikales Heckenschneiden verboten! PDF Drucken E-Mail

 

Schutz für den Nachwuchs der heimischen Tierwelt

Mit dem Frühling kommt auch wieder der Nachwuchs in der heimischen Tierwelt. Vor allem Vögel nisten in Hecken und Sträuchern. Deswegen beginnt eine Schutzzeit für Hecken, Wallhecken, Gebüsche, Röhricht und Schilf am 1. März und dauert bis 30. September.

Während dieser Schonzeit dürfen nur noch Form- und Pflegeschnitte vorgenommen werden. Diese sind im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht sogar zwingend nötig. Zum Beispiel dürfen Hecken oder Bäume nicht in Bürgersteig oder Fahrbahn hineinwuchern oder an Ein- und Ausfahrten zu stark befahrenen Straßen die Sicht versperren.

Jeder Hauseigentümer, Grundstücksbesitzer oder Kleingärtner sollte daher gerade in diesen Tagen eigenverantwortlich seine Hecken, Sträucher oder auch Bäume auf diesen Umstand hin überprüfen und – falls nötig – vorsichtig zurückschneiden. Der Gehweg muss in seiner vollen Breite nutzbar sein und bei Bäumen ist ein Lichtraumprofil von mindestens 3,50 Meter einzuhalten.

Durch dieses Verbot des Radikalzurückschnitts sollen Vogelarten geschützt werden, deren natürlichen Brutstätten in den vergangenen Jahrzehnten durch veränderte Anbaumethoden der Landwirtschaft verloren gegangen sind. Deshalb sollen die Nistplätze in privaten Gärten geschützt werden, insbesondere auch, weil dort auch andere heimische Tierarten Unterschlupf finden.

Eine Ordnungswidrigkeit begeht, wer Hecken während der Schonzeit rodet, zerstört oder auf den Stock zurückschneidet. Dies ist ein Verstoß gegen das Landschaftsschutzgesetz.

 

 

 
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